High-Tech auf dem Prüfstand
Intensivtraining im Performance Center Fontana
Während draußen bereits der Frühling Einzug hält, wurde am 28.Februar und 1. März 2026 im ÖGV Performance-Zentrum Fontana konzentriert gearbeitet: Der zweite Lehrgang des Landeskaders stand auf dem Programm. Unter der Leitung von Jonathan Mannie und Markus Teubner absolvierten die Nachwuchstalente das zweite Modul des Intensiv-Lehrgangs „Präzision & Konzentration“.
Millimeterarbeit auf dem Grün – Die Kunst des „Read & Roll“
Der Samstag startete mit einer intensiven Indoor-Putting-Session. Gleich zu Beginn stellte Jonathan Mannie klar: Turniere werden auf dem Grün entschieden. Unter dem Schwerpunkt „Putting Basics & Technique“ wurde die vermeintlich einfachste Bewegung im Golf bis ins Detail analysiert und optimiert.
In anspruchsvollen Putting-Drill testeten die Spielerinnen und Spieler ihre Distanzkontrolle. Ziel war es nicht nur, den Ball einzulochen, sondern ihn kontrolliert durch definierte Korridore ausrollen zu lassen.
Markus Teubner brachte es auf den Punkt: Schon zwei Millimeter Abweichung im Treffmoment können auf diesem Leistungsniveau über Lochgewinn oder verpasstes Par entscheiden. Beeindruckend waren dabei die Selbstverständlichkeit und Lockerheit, mit der der Nachwuchs die anspruchsvollen Aufgaben annahm.
Die unsichtbare Kraft – Biomechanik im Fokus
Ein besonderes Highlight des Wochenendes war der Einsatz moderner Kraftmessplatten (Force Plates). Anhand der gewonnenen Daten analysierte Markus Teubner die Bodenreaktionskräfte (Ground Reaction Forces) und zeigte auf, wie entscheidend die Energieübertragung aus dem Boden für einen effizienten Schwung ist.
„Es geht nicht nur darum, wie der Schläger bewegt wird, sondern wie optimal Energie aufgebaut und genutzt wird“, erklärte Jonathan Mannie. Gerade im Golf machen kleinste Veränderungen den Unterschied – eine minimale Gewichtsverlagerung kann Schlagweite und Stabilität deutlich beeinflussen.
Kids-Power – Rotation, Fokus und Wettkampfhärte
Mit großer Beweglichkeit und spürbarem Ehrgeiz arbeiteten die Jugendlichen gezielt an der Optimierung ihrer Oberkörperrotation. Besonders in den Short-Game-Challenges stieg die Intensität: In simulierten Match-Situationen bewiesen die Spielerinnen und Spieler mentale Stärke und setzten technische Anpassungen unter Wettkampfdruck erfolgreich um.
Die Begeisterung für die Trackman-Analysen war deutlich spürbar – die gewonnenen Daten wurden direkt aufgenommen und in spielerische Qualität umgesetzt. Der Einsatz und die Lernbereitschaft der Gruppe hinterließen einen starken Eindruck.
Bereit für die Saison
Mit dem erfolgreichen Abschluss des zweiten Moduls ist die Basis für eine starke Golfsaison gelegt. Nun gilt es, die individuellen Trainingspläne konsequent umzusetzen, bevor die ersten Turniere des Jahres starten.
Das Ziel ist klar definiert: Mit Präzision, Konzentration und Teamgeist sollen die ersten Turniersiege der Saison 2026 folgen.
Der Landeskader ist bereit für den ersten Abschlag im Freien.